Sie werden gebraucht und sind nach der Abschaffung des Zivildienstes, gefragter denn je - die Ehrenamtlichen. Oft jedoch werden sie in den Organisationen kaum wahrgenommen, noch stehen für die Betreuung genügend Kapazitäten zur Verfügung. Dies war Anlass für die Diakonie Hasenbergl, in einem Neujahresempfang am vergangenen Dienstag, unter dem Motto "Ein Glück, dass wir Sie haben!", das Engagement angemessen zu würdigen und in den Blickpunkt zu rücken.
In Deutschland sind 23 Millionen Menschen über 14 Jahren ehrenamtlich in Vereinen, Verbänden, Initiativen oder Kirchen tätig. Viele Bereiche des öffentlichen und sozialen Lebens würden ohne Ehrenamtliche kaum mehr existieren.
Wie viele andere Einrichtungen der Wohlfahrtsverbände, treffen auch die Diakonie Hasenbergl empfindlich die Sparmaßnahmen der öffentlichen Hand. Umso wichtiger wird das freiwillige Engagement.
"Die Diakonie Hasenbergl wurde 1964 auf Grundlage des ehrenamtlichen Engagements einzelner Kirchenmitglieder aus der Taufe gehoben", berichtet Eva Grundner, Vorstand der Diakonie Hasenbergl, in Ihrem Vortrag über die Geschichte des Vereins "und auch heute noch ist die Unterstützung durch Ehrenamtliche in der soziale Arbeit des Vereins von enormer Bedeutung". In ca. 37 Einrichtungen der Diakonie Hasenbergl engagieren sich über 140 Freiwillige in der Betreuung von Kindern und Jugendlichen, in der Nachbarschaftshilfe und Demenzbegleitung u.v.m. Somit arbeitet fast jeder Dritte Mitarbeitende des Vereins ehrenamtlich.
Der Wunsch nach sozialen Kontakten und sozialer Einbindung, ist eine der größten Antriebsfedern des ehrenamtlichen Engagements. Ein gutes Beispiel von freiwilliger gesellschaftlicher Mitgestaltung des Stadtteils, ist der Second-Hand-Laden "Schickeria" im Hasenbergl. Dieser Laden wird ausschließlich von freiwilligen, unentgeltlichen Helfern betrieben. Die gespendeten Kleidungsstücke werden gereinigt, aufbereitet, sortiert und ansprechend im Verkaufsraum präsentiert. Es ist ein Laden von Bürger für Bürger des Stadtteils, der noch immer zu den drei größten sozialschwachen Gebieten der Landeshauptstadt zählt. Die Diakonie Hasenbergl begleitet und unterstützt diese Initiative. Im Frühjahr wird ein weiterer Laden für Kinderbekleidung auf der Nordhaide eröffnet.
Der Neujahrsempfang war ein Signal, dass die Diakonie auf vielfältige Weise versuchen wird, die Freiwilligenarbeit bzw. das Ehrenamt auch in Zukunft weiter zu stärken.







