Mo., 13.02.2012 - 19:22, von Karl Schillinger in Ratgeber/Tipps, 197 mal gelesen, 1 Bild
Bezirke Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt
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Da ich gerade ein paar alte Videofilme, Farbfotos und Dias vor dem endgültigen Untergang und Vernichtung durch digitale Verfahren gerettet habe, schreibe ich diese Zeilen. Als Profi will ich dabei keinesewegs gute Ratschläge erteilen, da ich mich seit über 40 Jahren vor allem mit meinen eigenen Arbeiten zur Erhaltung befasse. Es werden nämlich in Zukunft keine durch bösartige Vernichtungen, durch Dummheit entsorgte und durch Gleichgültigkeit entfernte Medien mehr gezeigt werden können, sondern auch durch die Besonderheit der technischen Verfahren ist manchmal nur eine kurze Zeitspanne dem Alterungsprozess zu entgehen. Als Funker habe ich z.B. in meiner Ausbildung gelernt, eine Atombombe in 40 Kilometer Höhe über Europa entmagnetisiert alle elektronischen Geräte und Speicher und führt so zu Totalsausfällen. Aber auch die Farbfotografie zerstört die Dias, Negative und Fotos sofort nach Verlassen der chemischen Bäder im Labor durch Diffusion und die Lebensdauer ist nur begrenzt hinauszuzögern. Auch alle elektromagnetischen Bänder wie Ton- und Videobänder werden keine allzulange Lebensdauer besitzen, vor allem wenn sie nicht richtig gelagert und archiviert wurden. So bleibt im Moment nicht anderes übrig, als seine alte Filme (S-8 und 16mm) und andere diverse Materialien wie Tonband, Videoband, Dia und Negativ durch digitale Techniken zu erhalten. Viel Glück bei diesen Arbeiten zur Medienkultur!




