Skip to main content

Intensivtransport- und Rettungshubschrauber "Christoph München": Bilanz für August sowie neues Dienstgebäude eingeweiht

Bild von Wobl-Bär Redaktion Münchner Wochenblatt

Von links: Th. Münsterer, HDM Luftrettung, Ministerialrat K. Hofmann, Innenministerium, M. Wenig, ArGe Krankenkassenverbände Bayern, P. Kleber, ASB Regionalverband, Prof. Dr. med. Ch. Madler, Chefarzt Westpfalz-Klinikum,  Dr. H. J. Eyrich, DRF. Foto: DRF
Von links: Th. Münsterer, HDM Luftrettung, Ministerialrat K. Hofmann, Innenministerium, M. Wenig, ArGe Krankenkassenverbände Bayern, P. Kleber, ASB Regionalverband, Prof. Dr. med. Ch. Madler, Chefarzt Westpfalz-Klinikum, Dr. H. J. Eyrich, DRF. Foto: DRF
(RG) Im August war der am Klinikum Großhadern stationierte Intensivtransporthubschrauber (ITH) der HDM Luftrettung gemeinnützige GmbH 115-mal im Einsatz.

Der mit zwei Piloten, einem Notarzt und einem Rettungsassistenten besetzte Hubschrauber wird für den schnellen und schonenden Transport von lebensbedrohlich erkrankten oder verletzten Intensivpatienten zwischen Kliniken (sog. Interhospitaltransport) eingesetzt. Dazu ist er 24 Stunden täglich einsatzbereit. Der Hubschrauber mit Funkrufnamen „Christoph München“ ist mit allen medizintechnischen Geräten ausgerüstet, die für eine optimale Versorgung von Intensivpatienten notwendig sind.
Darüber hinaus wird „Christoph München“ Tag und Nacht zur Rettung von Notfallpatienten eingesetzt. Innerhalb von 15 Minuten kann der Hubschrauber jeden Einsatzort im Umkreis von 50 Kilometern Luftlinie erreichen.

Bei nächtlichen Notfällen wird „Christoph München“ für die Versorgung und den Transport von Notfallpatienten direkt zum Einsatzort angefordert. Diese nächtlichen Einsätze werden nach besonderen Verfahren geflogen. Ausgebildete Einsatzkräfte vor Ort erkunden zunächst einen geeigneten Landeplatz. Sie prüfen, ob der Nahbereich und das Landegebiet hindernisfrei sind, kümmern sich um die Ausleuchtung und geben über Funk ihre Erkundungsergebnisse an die anfliegende Besatzung weiter. Als bundesweit einzige Luftrettungsstation darf München bei nächtlichen Rettungseinsätzen Nachtsichtbrillen (Night Vision Goggles-NVG’s) verwenden. Die Piloten von „Christoph München“ wurden dazu speziell geschult.

Darüber hinaus führen die Hubschrauberbesatzungen Transporte von Früh- und Neugeborenen, Transporte von Transplantationsteams sowie intensivmedizinische Maximaltherapien wie zum Beispiel ECLA (extrakorporale Lungenersatztherapie), PECLA (pumpenlose arterio-venöse Lungenunterstützung) und IABP (intraaortale Pumpe zur Herzunterstützung) durch.

Die Hubschrauberärzte sind ausgebildete Fachärzte aus dem Bereich Intensivmedizin des Klinikums Großhadern mit praktischer Erfahrung und hoher Kompetenz in der Notfallmedizin. Sie sind darüber hinaus nach den Richtlinien der DIVI (Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin) für die Durchführung von Intensivtransporten qualifiziert. Alle Rettungsassistentinnen und Rettungsassistenten kommen vom Arbeiter-Samariter-Bund, Regionalverband Oberbayern, und verfügen neben ihrer rettungsdienstlichen Ausbildung über eine Zusatzqualifikation für Intensivmedizin.

Einweihung des neuen Dienstgebäudes:
Am vergangenen Mittwoch hat die Münchner Station der HDM Luftrettung gemeinnützige GmbH gemeinsam mit Kooperationspartnern aus Politik, Medizin und Rettungsdienst ihre neuen Sozialräume am Klinikum Großhadern eingeweiht.
Thomas Münsterer, Geschäftsführer der HDM Luftrettung gemeinnützige GmbH, eröffnete die Feierstunde mit einem Rückblick auf den einjährigen Bau des neuen Personalgebäudes.
Ministerialrat Karl Hofmann, Bayerisches Staatsministerium des Innern, betonte anschließend die Notwendigkeit des Neubaus: Nur unter optimalen Arbeitsbedingungen könne die Besatzung ihre Erfolgsbilanz auch zukünftig fortführen.
Im Anschluss reflektierten Prof. Dr. med. Karl-Walter Jauch, stellvertretender Ärztlicher Direktor des LMU Klinikums der Universität München, Prof. Dr. med. Christian Madler, Chefarzt der Westpfalz-Klinikum GmbH, sowie Peter Kleber, Geschäftsführer des ASB Regionalverbandes München e.V., die 20-jährige Stationsgeschichte.
Matthias Wenig, Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassenverbände in Bayern, lobte den Neubau, der einer modernen Luftrettungsstation gerecht werde.
Abschließend betonte Dr. Hans Jörg Eyrich, Vorstand der DRF Luftrettung: „20 Jahre nach seiner Indienststellung können wir der Besatzung optimale Arbeitsbedingungen bieten. Bereits heute ist München die flugstundenstärkste Station der DRF Luftrettung. Mit der Einweihung haben wir den Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft gelegt.“

Gruppenbild vor dem ITH "Christoph München": von links Thomas Münsterer, Geschäftsführer der HDM Luftrettung gemeinnützige GmbH, Ministerialrat Karl Hofmann, Bayerisches Staatsministerium des Innern, Matthias Wenig, Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassenverbände in Bayern, Peter Kleber, Geschäftsführer des ASB Regionalverbandes München e.V., Prof. Dr. med. Christian Madler, Chefarzt der Westpfalz-Klinikum GmbH, sowie Dr. Hans Jörg Eyrich, Vorstand der DRF Luftrettung.

Über die DRF Luftrettung:
Die HDM Luftrettung gemeinnützige GmbH ist Teil der DRF Luftrettung. Diese setzt an 28 Stationen in Deutschland Hubschrauber für die Notfall-rettung und für dringende Transporte von Intensivpatienten zwischen Kliniken ein. In Dänemark und Österreich werden drei weitere Stationen betrieben. Über die Hubschrauberrettung hinaus führt die DRF Luftrettung weltweite Patiententransporte mit eigenen Ambulanzflugzeugen und hoch qualifiziertem Personal durch. Im Jahr 2010 leistete die DRF Luftrettung 36.900 Einsätze.

Die DRF Luftrettung besteht aus einem gemeinnützigen Förderverein, einer Stiftung des bürgerlichen Rechts, einer gemeinnützigen AG sowie deren Tochterunternehmen. Die Stiftung, die der Aufsicht des Regierungspräsidiums Stuttgart unterliegt, überwacht die operative Arbeit der gemeinnützigen AG. Zur Finanzierung dieser oft lebensrettenden Arbeit tragen die rund 500.000 Förderer des DRF e.V. entscheidend bei. Mehr Informationen im Internet unter: www.drf-luftrettung.de/hdm.html.

Weitere Veröffentlichungen auf wobl.de zu ITH und RTH:
http://www.wobl.de/artikel/m%C3%BCnchner-hubschrauber-fliegt-120-eins%C3...
http://www.wobl.de/artikel/hubschrauber-im-einsatz-f%C3%BCr-die-gesundhe...
http://www.wobl.de/artikel/neues-dienstgeb%C3%A4ude-f%C3%BCr-intensivtra...
http://www.wobl.de/artikel/dreij%C3%A4hriger-erfolgreich-wiederbelebt_20...
http://www.wobl.de/artikel/luftrettung-40-jahre-im-dienst-der-menschheit...
http://www.wobl.de/artikel/wegweiser-f%C3%BCr-die-feuerwehr-die-adac-ret...


Weitere Bilder zum Artikel

| Mehr