Polizeiberichte vom 16.01.2012 - u. a. versuchte und vollendete Überfälle; Profi-Taschendiebe geschnappt; wieder Christbaumbrand
- 100. Gewalttaten zum Nachteil von Angehörigen der Punkerszene am Münchner Hauptbahnhof
- 93. Brand eines Weihnachtsbaumes – Harlaching
- 94. Versuchte räuberische Erpressung eines Lkw-Fahrers – Innenstadt
- 95. Wohnungsbrand mit einer verletzten Person – Schwabing
- 96. Raubüberfall in Wohnung - zwei Täter festgenommen – Nymphenburg
- 97. Drei Taschendiebe konnten 23 Delikte nachgewiesen werden – Innenstadt
- 98. Bewaffneter Überfall auf Hotelrezeptionistin - Ludwigsvorstadt
- 99. Weiterer Einbruch in Wohnung – Schwabing
- europaweiter Notruf 112
- Notruf 112
- Polizeiruf 110
Übersicht:
93. Brand eines Weihnachtsbaumes – Harlaching,
94. Versuchte räuberische Erpressung eines Lkw-Fahrers – Innenstadt,
95. Wohnungsbrand mit einer verletzten Person – Schwabing,
96. Raubüberfall in Wohnung - zwei Täter festgenommen – Nymphenburg,
97. Drei Taschendiebe konnten 23 Delikte nachgewiesen werden – Innenstadt,
98. Bewaffneter Überfall auf Hotelrezeptionistin - Ludwigsvorstadt,
99. Weiterer Einbruch in Wohnung – Schwabing,
100. Gewalttaten zum Nachteil von Angehörigen der Punkerszene am Münchner Hauptbahnhof
Im Detail:
93. Brand eines Weihnachtsbaumes – Harlaching
Nachdem die Kerzen an einem Weihnachtsbaum am Sonntag, 15.01.2012, gegen 20.20 Uhr, noch einmal angezündet worden waren, geriet dieser in Brand. Durch den trockenen Zustand des Baumes kam es zu einer Verpuffung und der Baum brannte komplett herunter.
Der 80-jährige Wohnungsinhaber, der sich gerade im ersten Stock befunden hatte, begab sich in das Untergeschoss. Hierbei konnte er feststellen, dass der Brand von alleine wieder ausgegangen war.
Im Raum hatten sich seine 73-jährige Ehefrau sowie die 47-jährige Tochter und deren 56-jähriger Ehemann befunden. Der 56-Jährige trug Schnittverletzungen an den Händen davon, da er das Wohnzimmerfenster einschlagen musste. Außerdem erlitt er leichte Verbrennungen an Armen, Händen und Beinen, genauso wie seine Ehefrau. Die 73-Jährige erlitt eine leichte Verbrennung im Gesicht. Alle drei Personen kamen zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Lebensgefahr bestand nicht.
Es entstand ein Schaden in Höhe von ca. 10.000 Euro.
94. Versuchte räuberische Erpressung eines Lkw-Fahrers – Innenstadt
Ein 30-jähriger Kraftfahrer fuhr mit seinem Lkw am Samstag, 14.01.2012, gegen 06.15 Uhr, in die Anlieferzone eines Supermarktes in der Schwanthalerstraße.
Noch bevor er ausstieg bemerkte er einen Mann an der Beifahrerseite, der einen silber glänzenden Gegenstand in der Hand hielt. Da der Fahrer vermutete, dass es sich hierbei um ein Messer handelt, verriegelte er sofort seine Türen. Der unbekannte Mann kam zur Fahrerseite des Lastwagens und forderte den Fahrer auf auszusteigen. Dieser öffnete allerdings nur das Fenster der Fahrertür. Der Mann forderte in gebrochenem Deutsch mehrfach Geld von dem 40-Jährigen.
Nachdem der Kraftfahrer den unbekannten Mann aufforderte sich zu entfernen, ergriff dieser ohne Beute die Flucht.
Täterbeschreibung:
Männlich, ca. 30 Jahre alt, ca. 160 cm groß, schlank, arabischer Typ mit gebräuntem Teint, kurze, schwarze, lockige Haare, 3-Tage-Bart; er war mit einem dunklen kurzärmeligen Hemd bekleidet.
Zeugenaufruf:
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 21, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
95. Wohnungsbrand mit einer verletzten Person – Schwabing
In einer Studenten-Wohngemeinschaft in der Schleißheimer Straße brach am Dienstag, 10.01.2012, gegen 16.20 Uhr, ein Brand aus.
Eine 25-jährige Studentin befand sich mit einem Bekannten in der Küche der Wohnung. Plötzlich bemerkten sie aus einem der Zimmer eine Rauchentwicklung. Sie versuchten zunächst gemeinsam das Feuer zu löschen, was jedoch scheiterte. Die hinzugerufene Feuerwehr konnte den Brand schließlich bekämpfen und löschen. Trotzdem brannte das Zimmer vollständig aus.
In der angrenzenden Wohnung, im Treppenhaus und an der Fassade entstand massiver Ruß- und Rauchschaden. Die Schadenshöhe wird auf etwa 200.000 Euro geschätzt.
Die Studentin zog sich bei den Löschversuchen eine leichte Rauchgasvergiftung zu und kam vorsorglich ein Krankenhaus.
Die Brandursache ist noch nicht geklärt. Die Münchner Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
96. Raubüberfall in Wohnung, zwei Täter festgenommen – Nymphenburg
Am Nachmittag des Freitags, 13.01.2012, gegen 15.30 Uhr, brachen zwei Männer in eine Wohnung in der Nymphenburger Straße ein.
Die beiden waren maskiert und brachen die Wohnungstür auf. In der Wohnung trafen sie auf eine 50-jährige Putzfrau. Während einer der beiden Einbrecher die 50-Jährige bewachte, durchsuchte der andere die Wohnung nach stehlenswerten Gegenständen. Was er fand steckte er in eine mitgebrachteTasche.
Ein auf den Einbruch aufmerksam gewordener Nachbar hatte zwischenzeitlich die Polizei verständigt. Diese konnte die beiden 28 und 31 Jahre alte Männer noch im Treppenhaus festnehmen. Bei der Vernehmung legte einer der Täter ein umfassendes Geständnis ab. Gegen beide Einbrecher wurde durch den Ermittlungsrichter im Polizeipräsidium München ein Haftbefehl erlassen.
97. Drei Taschendiebe konnten 23 Delikte nachgewiesen werden – Innenstadt
-siehe Pressebericht vom 21.11.2011, Ziffer 1913
Wie bereits berichtet, konnten am 18.11.2011 am U-Bahnhof Sendlinger-Tor-Platz drei rumänische Staatsangehörige von Taschendiebfahndern festgenommen werden. Die Rumänen hatten in der U-Bahn Fahrgästen aus Jacken und Umhängetaschen unter sehr professioneller Vorgehensweise Geldbörsen und Mobiltelefone entwendet. Gegen zwei der Beschuldigten wurden am Folgetag Haftbefehle durch den Ermittlungsrichter erlassen.
Gegen einen der Beschuldigten konnte zum damaligen Zeitpunkt kein Tatnachweis geführt werden und er wurde wieder entlassen.
Inzwischen haben umfangreiche Recherchen der Kriminalpolizei dazu geführt, dass den drei Taschendieben insgesamt 23 gleichgelagerte Delikte nachgewiesen werden konnten. Die Rumänen hatten bei ihren Beutezügen in der Münchner U-Bahn ausschließlich im Innenstadtbereich vorwiegend Geldbörsen und Mobiltelefone entwendet. Ihre Überführung war insbesondere durch Videoaufzeichnungen aus den U-Bahnhöfen möglich. In einigen Fällen konnten auch Beutestücke sichergestellt werden.
98. Bewaffneter Überfall auf Hotelrezeptionistin - Ludwigsvorstadt
Ein mit einer Schusswaffe bewaffneter Unbekannter betrat am Sonntag, 15.01.2012, gegen 21.30 Uhr, ein Hotel in der Landwehrstraße. Er begab sich sofort zur Rezeption und bedrohte dort eine 26-jährige Angestellte mit einer Faustfeuerwaffe. Er forderte von ihr die Aushändigung von Bargeld.
Angesichts der Drohung mit der Schusswaffe nahm die Angestellte eine Geldkassette und händigte dem Unbekannten einen geringen Bargeldbetrag aus. Mit seiner Beute verließ der Räuber das Hotel und flüchtete zu Fuß in Richtung Sonnenstraße.
Die Angestellte verständigte sofort die Polizei. Die eingeleitete Fahndung verlief jedoch negativ.
Durch den Überfall erlitt die 26-Jährige einen leichten Schock.
Täterbeschreibung:
Männlich, ca. 25-30 Jahre alt, etwa 170-175 cm groß, normale Figur, heller Typ, vermutlich Osteuropäer, unrasiert, helle Augenbrauen, sprach englisch mit osteuropäischem Akzent.
Bekleidung: Schwarze Jacke mit weißem Aufnäher o.ä. am linken Oberarm, schwarze Wollmütze, evtl. schwarze Handschuhe. Er war mit einer dunklen Schusswaffe bewaffnet.
Zeugenaufruf:
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 21, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
99. Weiterer Einbruch in Wohnung – Schwabing
-siehe Pressebericht vom 11.01.2012, Ziffer 62
Wie bereits berichtet, wurden am 10.01.2012 in Schwabing zwei Wohnungseinbrüche begangen. Im beiden Fällen war der Täter über den Balkon in die jeweiligen Wohnungen gewaltsam eingebrochen.
Jetzt wurde ein weiterer Einbruch in der Biedersteiner Straße mit der selben Vorgehensweise bekannt. Auch hier überwand der Täter die ca. fünf Meter Höhenunterschied zum Balkon eines Zwei-Zimmer-Appartements durch Fassadenklettern. Er verschaffte sich gewaltsam Zutritt in die Wohnung und erbeutete Schmuckgegenstände im Wert von mehreren Tausend Euro. Mit seiner Beute floh er wieder über den Balkon und konnte unerkannt entkommen.
Zeugenaufruf:
Wem sind im angegebenen Zeitraum verdächtige Personen oder Fahrzeuge in Schwabing in der Biedersteiner Straße bzw. in deren näheren Umgebung aufgefallen?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 53, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
100. Gewalttaten zum Nachteil von Angehörigen der Punkerszene am Münchner Hauptbahnhof
Am Samstag, 14.01.2012, gegen 00.40 Uhr, hielten sich ein 23-jähriger Angestellter und ein 17-jähriger Schüler am Hauptbahnhof auf.
Am Ausgang zur Arnulfstraße trafen sie auf einen 29-Jährigen und einen 22-Jährigen. Zunächst beleidigten die beiden Männer den 23-Jährigen und den 17-Jährigen, welche aufgrund ihres Aussehens als Punker zu erkennen waren, mit den Worten „Was wollt ihr Zecken“. Anschließend schlugen sie gemeinsam auf den 23-jährigen Angestellten ein und verletzten diesen mit einem Faustschlag im Gesicht. Danach griffen sie gemeinsam den 17-jährigen Schüler an. Dieser erlitt durch die Schläge eine stark blutende Nase.
Während der körperlichen Auseinandersetzung kam es auch zu einer Beschädigung eines Fahrplanschaukastens. Die beiden Angegriffenen waren in Begleitung noch weiterer Personen. Nach bisherigen Erkenntnissen wurden jedoch nur sie angegriffen und verletzt. Alle Beteiligten an der Auseinandersetzung waren erheblich alkoholisiert, weswegen Blutentnahmen angeordnet wurden.
Während der Sachbearbeitung wurden bei dem 17-Jährigen auf seiner Lederjacke ein Schriftzug „Polizei SA, SS“ festgestellt. In diesem Fall erfolgt gegen ihn die Strafanzeige wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.
Über die beiden Angreifer liegen bereits Erkenntnisse vor, dass sie dem rechtsextremem Spektrum angehören.





Immer wieder diese gefährlichen Brände
Es müßte sich doch schon herumgesprochen haben, dass ausgetrocknete Christbäume schlagartig abbrennen, wenn sie in Brand geraten. Am ehesten passiert das doch, wenn echte Kerzen angezündet werden. Und nicht selten passiert das bei älteren und alten Leuten, die dann vielleicht nicht mehr so schnell reagieren können, körperlich eingeschränkt sind usw.!
Sicher würde ein Feuerlöscher in greifbarer Nähe (und natürlich Rauchmelder) helfen, besser ist aber: gar nicht mehr anzünden!