Bereits ab 10.30 Uhr sorgt das Prinzenpaar der Narrhalla mit seiner Garde auf dem Markt für Stimmung. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Monatzeder präsentieren zunächst die Schäffler ihren Tanz, den sie nur alle sieben Jahre vorführen. Danach heißt es „Bühne frei“ für die Marktfrauen, wie immer in farbenprächtigen, fantasievollen Kostümen. Für ihr diesjähriges Jubiläum haben sich die tanzenden Marktweiber ein paar ganz besondere Überraschungen einfallen lassen, man darf also gespannt sein!
Um den zahlreichen großen und kleinen Zuschauern einen besseren Blick auf die Bühne zu ermöglichen, wird heuer auf eine Tribüne für die Pressevertreter und den großräumigen VIP-Bereich um die Bühne verzichtet. Absperrungen stellen lediglich den sicherheitsrelevanten Mindestabstand zur Bühne sicher.
Stimmungsvoll geht es dann an den zahlreichen Ständen weiter mit Musik, Speisen und Getränken.
Familienfreundlichkeit und Tradition
Seit 2009 wird vom Kommunalreferat und den Markthallen München das Ziel eines eher ruhigen, familienfreundlichen, stimmungsvollen Faschings auf dem Viktualienmarkt verfolgt. Eine Situation wie in den Jahren 2008 und davor, mit bis zu 25.000 Besuchern gleichzeitig auf dem Markt und dem damit verbundenen Problemen will die Stadt vermeiden. Damals war ein Durchkommen für Besucher, Sanitäts- oder Sicherheitskräfte kaum noch möglich. Das Konzept der Veranstaltung wurde deshalb weiter überarbeitet. Gerade Familien mit Kindern soll es möglich sein, am Faschingstreiben fröhlich und unbeschwert teilzunehmen
Da der Viktualienmarkt als Veranstaltungsfläche nicht optimal geeignet ist, wird auch heuer wieder ein besonderes Augenmerk auf eine mögliche Überfüllung des Marktes gelegt. Die Markthallen München werden in Zusammenarbeit mit den Sicherheitsbehörden versuchen, Absperrungen wegen Überfüllungen zu vermeiden.
Aufruf an die Besucher
Bitte bringen Sie keine Flaschen und Gläser mit! Scherben bringen zwar angeblich Glück, bei einem ausgelassenen Faschingstreiben jedoch auch die Gefahr von Verletzungen und vor allem Müll. Helfen Sie bitte mit, dass es neben der guten Stimmung auch sauber und sicher auf dem Viktualienmarkt zugeht.
Die Geschichte des Faschingsdienstags auf dem Viktualienmarkt
Schon vor über 100 Jahren tanzten die Marktfrauen zur Faschingsmusik zwischen den Ständen. Sie wollten ihren schlechten Ruf als „grantelnde Marktweiber“ mit Tanz, Musik und Gratis-Schnaps aufpolieren. So vergaß manch' grantelnde Marktfrau ihren sonst üblichen Zwist mit der Nachbarin und tantze zur Musik aus dem Weltempfänger.
In den 50er- und 60er Jahren war der Tanz der Marktfrauen noch ein Geheimtipp, wurde aber nach und nach zu einer großen Traditionsveranstaltung. Schließlich nahmen die Tänzerinnen den gepflasterten Bereich vom Biergarten in Beschlag und seit 1987 wird unter großem Medieninteresse auf einer Bühne am Maibaum/Biergarten getanzt.
Die Darbietung und die Kostüme wurden im Laufe der Jahre immer professioneller. Die Proben beginnen schon Monate im Voraus und werden von einem professionellen Tanzlehrer geleitet. Für die Kostüme ist jede Marktfrau selbst zuständig. Manche setzen sich an die Nähmaschine, andere beauftragen einen Schneider. Im „richtigen Leben“ jedoch arbeiten die tanzenden Damen beispielsweise als Bäckerin, Honigverkäuferin oder Blumenhändlerin auf dem Viktualienmarkt.
Auch in diesem Jahr wünschen die Veranstalter, die Markthallen München und die Interessengemeinschaft Viktualienmarkt e.V., allen begeisterten Münchnerinnen und Münchner und den Gästen aus aller Welt, wieder ein stimmungsvolles und heiteres Faschingstreiben auf dem Viktualienmarkt.
Bilder aus 2011: www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Kommunalreferat/markthallen/vikt....





