Joseph H. Taylor Jr. wurde geboren am 29. März 1941 in Philadelphia
und wuchs in einer großen Familie auf. Sein Bruder war bereits Funkamateur, und der gemeinsame Antennenbau machte ihnen viel Spaß. Das Schulfach Mathematik war ihm lieber als andere, und es blieb auch Zeit für den Sport.
Sein erstes Amateurfunk-Rufzeichen war KN2ITP im Jahr 1954, und seitdem erhielt er noch weitere Calls: K2ITP, WA1LXQ, W1HFV, VK2BJX and K1JT.
Er war Professor der Astronomie an der University of Massachusetts von 1969 bis 1981 und dann Professor der Physik an der Princeton University, von 1997 bis 2004 Dekan der Fakultät, bis er 2007 emeritierte.
Den Nobelpreis für Physik erhielt er 1993 für die Entdeckung eines neuen Typs der Pulsare – schnell rotierende Neutronensterne - im Jahr 1974.
Noch heute ist er aktiver Funkamateur, und mit seinem Softwarepaket WSJT wurden der Welt des digitalen Amateurfunks völlig neue Möglichkeiten eröffnet: In kürzester Zeit lassen sich
Informationen durch Reflexion an Meteoritenspuren übertragen, Verbindungen über den Mond aufnehmen oder Signale verarbeiten, die weit unter dem Rauschen der Kurzwelle oder der UKW-Frequenzen liegen.
Am 10. und 11. März 2012 findet in München die Amateurfunktagung statt, und Joe Taylor wird im großen Hörsaal der Hochschule einen Vortrag halten und sich für Gespräche unter Funkamateuren und mit anderen interessierten Besuchern Zeit nehmen.





