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Inés nimmt ab - Serie, 1. Teil

Stellen Sie sich mal folgende Situation vor: Neulich beim Einkaufen fiel mir der Euro für den Einkaufswagen auf den Boden. Weil ich aber wegen meines im Weg stehenden Bauches nicht fähig war, mich zu bücken oder gar in die Knie zu gehen (da würde ich sicher heute noch unten hocken), ließ ich ihn einfach liegen. Tagelang verfolgte mich dieses Bild und ich schämte mich furchtbar.Bei einem meiner fast allabendlichen Berichterstattungs-Termine interviewte ich den Ernährungs-und Bewegungspapst Dr. Ulrich Strunz, der zur Eröffnung des Vital-Centers (Diet & AntiAging) in die Leopoldstraße gekommen war, um dieses von einigen jungen Sporttrainern und Ernährungs-Experten nach dem „forever young-Prinzip“ gegründeten Instituts beizuwohnen.

Glück für mich, Pech für meinen Speck, denn die Atmosphäre in diesem kleinen Studio war so fröhlich und beschwingt, dass ich mich gleich für einen ersten zehntägigen Kurs anmeldete. In den folgenden Wochen und Monaten können Sie, liebe Leser, nun mein offenes, ganz ehrliches Protokoll (das ich natürlich kürzen muss) verfolgen. Mit allen Plagen, Rückschlägen, kleinen und großen Sünden, aber auch mit den ersten Erfolgen (die hoffentlich anhalten!).
Da steht sie, diese niederträchtige Waage und natürlich, sie ist kaputt. Sie muss kaputt sein, denn sie zeigt ein Gewicht, das nicht meines sein kann. Eine Frau von 1,57 Meter Größe kann doch nicht 97 Kilo wiegen? Leider doch. Also müssen 30 bis 40 Kilo weg, na mit 30 bin ich zufrieden. Ha, und dann folgt auch gleich das erste Erfolgserlebnis. Bei der BMI-Messung - da wird der Anteil an Körperfett und Muskelmasse usw. gemessen - fragt mich die absolut bezaubernde Dame am Laptop, ob ich Leistungssportlerin gewesen sei, wegen meines tollen Anteils an Muskelmasse. Das war ich auch (aktive Eiskunstläuferin) aber umso beschämender ist das alles ja. Verdammt, warum musste ich es auch so weit kommen lassen?
Was mache ich hier eigentlich? Der Schweiß läuft mir in Bächen runter, ich stöhne wie ein Elefant, während mich zusammen mit sechs anderen Leidensgenossen unter Anleitung des smarten Trainers Udo an einem der Geräte für das Krafttraining abplage. Doch ist ja noch gar nichts, denn jetzt folgt das Herz-Kreislauf-Ausdauertrainingauf dem Cross-Trainer und ich habe das Gefühl, es dauert eine Ewigkeit. Und danach bin ich fix und fertig.
Nach diesem ersten Trainingsabend frage ich mich ernsthaft, worauf ich mich denn da eingelassen habe. Denn zu allem Überfluss wird das Programm vo0n einer Diät begleitet. „Power-Soup“, eine inhaltsreiche Gemüsesuppe und Eiweißshakes sind alles, was ich essen darf. Und Obst und Gemüse, im Rohzustand, versteht sich.
Doch schon am 2. Tag kommt die große Versuchung auf mich zu: Ich besorge für meinen Sohn und seine Freunde Pommes, Hamburger usw. und der Duft dieser von mir sonst nicht sehr geschätzten Produkte umschmeichelt meine Naser dermaßen, dass ich sehr an mich halten muss, nicht auf der Stelle zumindest ein paar Fritten mit Ketchup zu stibitzen...
Werde ich standhalten? Schaffe ich das Training und nehme ich wirklich ab? Die Fortsetzung folgt nächste Woche!

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