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Inés nimmt ab - Serie, 3. Teil
Durch meinen heroischen Verzicht auf Fritten und Hamburger besonders positiv motiviert , gehe ich zum weiten Mal das Trainings-Programm im Forever young-Vital-Center in der Leopoldstraße 19 an. Vergessen der Schweiß und die Anstrengung von gestern. Ich beginne am sogenannten Bauchtrainer, dem Gerät, an dem speziell die Bauchmuskulatur trainiert wird.
Wer hätte gedacht, dass 60 Sekunden sooooo lang sein können! Dabei habe ich die Gewichte nur auf Stufe 3 (das sind cirka 15 Kilo, pro Scheibe etwa 5 Kilo) Kilo gestellt! Bei einem der schwierigsten Geräte, das speziell die Arm- und Rückenmuskulatur trainiert, gehe ich sogar nur auf Stufe 2, also zehn Kilo. Während Trainer Udo die Körperhaltung und den richtigen Umgang bei jedem von uns mit Argusaugen überwacht und gegebenenfalls eingreift, warte ich auf sein erlösendes „4,3,2,1“ und wechseln. Dann sind 60 Sekunden vorbei und die nächsten 60 Sekunden am nächsten Gerät stehen bevor. Noch während ich mich plage, überfällt mich plötzlich ein bekanntes, ja fast heimeliges Gefühl. So ähnlich war es doch auch vor fünf Jahrzehnten, als ich im zarten Altern von fünf Jahren als Ballett-Elevin am Stuttgarter Staatstheater das harte Training des klassischen Balletts begann. Oder mein hartes Training als aktive Eiskunstläuferin in Garmisch-Partenkirchen. Alles kommt vor mein geistiges Auge wieder ans Licht. Doch darüber mehr zu einem späteren Zeitpunkt!
All diese Gedanken schwirren durch meinen Kopf während Udo zum zehnten Mal „vier, drei, eins wechseln“ ruft. Auf zu einer zweiten Runde, dieses Mal nur 30 Sekunden. Dann nichts wie ab zur zweiten Runde, dem 30-minütigen Ausdauertraining für Herz- und Kreislauf. Davor habe ich jetzt richtig Schiss, denn beim ersten Mal hat mich die halbe Stunde schier umgebracht.
Doch wer hätte das gedacht? Dieses Mal sieht die Sache schon ganz anders aus. Zwar komme ich mit dem Schweiß abputzen kaum nach (mein Handtuch habe ich schon rubbelbereit um den Hals gehängt), aber ich kämpfe mich tapfer durch. Ich muss vor allem darauf achten, dass mein errechneteterTrainingspuls von 116 nicht überschritten wird, denn sonst ist es Sense mit dem Fettabbau. Bei zu wenig Pulsfrequenz wird nichts abgebaut von den ungeliebten Pölsterchen, bei zu hoher Pulsfrequenz ebensowenig. Toll dabei ist, dass wir alle im Kreis auf unserem Crosstrainer strampeln und uns oft gegenseitig mit einem Lächeln oder mit einem Augenverdrehen Mut machen. Eine halbe Stunde Konditionstraining, na, das mache ich doch mit links!
Am Samstag geht es dann zum ersten Mal ab in den Englischen Garten zum „Nordic Walking“. Der Schnee liegt trotz Sonne noch erschwerend am Boden und hier komme ich wirklich an meine Grenzen. Da macht sich mein starkes Übergewicht, mein Alter und meine sträfliche Faulheit der vergangenen Monate ganz ohne Sport bemerkbar!
Werde ich durchhalten? Lesen Sie die Fortsetzung nächste Woche!
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